WERKE


2019: Eine Sommernachtsmatrix


Sneak Peek in die Sommernachtsmatrix | (C) Foto: Catherine Roider, Grafik: Jo Schmidthaler

Als Setting für dieses immersive Theaterstück dient ein analoges Real-Life-Computerspiel, in dem vier junge Menschen vor einem strengen Reglement fliehen und sich in den mystischen Untiefen eines Waldes wiederfinden: in der „Sommernachtsmatrix“. Alles scheint perfekt, befinden sie sich doch mitten in der Anfangssequenz von Shakespeares berühmten Sommernachtstraum. Doch das System und die Computerintelligenz dahinter haben weitere Pläne und lassen die Freund_innen die Realität auf der anderen Seite vergessen. Aus dem Spiel wird tödlicher Ernst.

In frei wählbaren Spielsequenzen begegnet das Publikum anstelle des Esels einem weißen Kaninchen, tritt mit dem Orakel in Kontakt und muss vor Agent_innen der Matrix fliehen. Es wird um persönliche Freiheit gekämpft, nach der Definition von Liebe gesucht und am Ende muss jede_r für sich entscheiden, ob er oder sie die rote oder die blaue Pille schluckt.

5 Vorstellungen von 24.-28. Juni 2019 im Park der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz. Eine Koproduktion mit dem Schäxpir Festival.

2019: Das Festbankett


Das große Finale des Festbanketts  | Foto: Gregor Hofbauer

Anlässlich der Schließung des Wien Museums 2019 inszenieren Herr Finnland und das Team von Nesterval die lang verschwiegene Wien Museums-Eröffnungsnacht 1959, zu welcher Magda Nesterval nicht nur ihre Freund_innen, sondern auch die Geister der Vergangenheit und Zukunft einlädt: Gustav Klimt, Maria Theresia, Otto Wagner, Falco, Sigmund Freud und viele mehr. Die BesucherInnen sind aufgerufen sich an den Dresscode zu halten: Abendkleid oder Anzug mit Maske. Ein Abenteuer der Extraklasse in der Geschichte Wiens! 

5 Vorstellungen im Jänner und Februar 2019. In Kooperation mit dem Wien Museum, mit freundlicher Unterstützung von ZANTHOnørderdBiohof AdamahWienGin Kesselbrüder

2018-19: Nesterval: Das Dorf


Dorfporträt 1964 | Foto: Alexandra Thompson

Bauerstochter Anna-Lisa befindet sich gerade in den Vorbereitungen ihrer Hochzeit mit dem Knecht Johannes, als sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wird. Zwei ungebetene Gäste erscheinen im Ort und mit ihnen das Wissen um ein grauenvolles Verbrechen. Die Idylle zerfällt nach und nach, das generationenlange Schweigen bricht in Gewalt und Hass über die Bewohner_innen herein. Und was mit einer Hochzeit enden sollte, beginnt mit einem Leichenschmaus. Wie konnte es soweit kommen?
Die Teilnehmer_innen finden sich mitten in der Handlung wieder und werden in der Gruppe ihre eigene Wahrheit suchen. Wollen sie Teil der Gemeinschaft werden oder finden sie sich auf der Seite der Ausgestoßenen und Leibeigenen wieder? Fremdenhass und Selbstverachtung liegen in dem kleinen Dorf abseits der Welt eng beieinander.

Figuren und Handlungselemente basieren auf den Werken der humanistischen Autorin Marie von Ebner-Eschenbach (Krambambuli, 1885) und der finnischen Autorin und Frauenrechtlerin Minna Canth (1844-1897). Die literarischen Vorlagen aus dem 19. Jahrhundert treffen im Setting des Heimatfilms (Ruf der Wälder, 1965 von Franz Antel) aufeinander. Es werden Geschlechterrollen sowie Rollenbilder durchmischt und der Heimatbegriff für eine pluralistische Gesellschaft geöffnet.

„Spielen als Erprobung des echten Lebens. 
Mitmachtheater, hier funktioniert es!“
Der Standard

„Wegen solcher Athmosphären sind wir doch alle irgendwann nach Wien gezogen.“
Falter

„Überhaupt beeindruckt, wie bei Nesterval jetzt Schluss mit lustig ist. Ein mutiger Schritt, den sich Nesterval leisten kann.“
nachtkritik.de 

Eine Koproduktion mit brut Wien. 30 Vorstellungen im Buschenschank Stift St. Peter in Wien Hernals. Zusätzlich 3 Vorstellungen im September 2019 in Kuopio, Finnland im Rahmen des ANTI – Contemporary Art Festivals.

2018: Nestervals Struwwelpeter


Die Besetzung des Stadtkinos wird verteidigt | Foto: Alexandra Thompson

Dunkle Ereignisse: Aus dem „Nesterval Heim für schwer erziehbare Kinder“ entweichen einige Jugendliche und besetzen Häuser in der Villacher Innenstadt, nicht zuletzt die neuebuehne. Reporter_innen und Polizist_innen versuchen die Teilnehmer_innen aufzuklären. Auch Frau Christkind, die Leiterin des Heims, ist entsetzt: Die Kinder neigen zu Gewalt und hören nur auf ihren Anführer, den besonders garstigen Peter. Doch wo hält er sich versteckt, was hat er vor und wer kann ihn aufhalten?

Unser 25 Stunden Abenteuer! Am 4.Mai 2018 im Rahmen des Karlstags am und in den Institutionen des Wiener Karlsplatz und am 6. Juli 2018 in Villach im Rahmen des  spectrum Festivals.

2017-18: Nestervals Dirty Faust


Gäste des Hotel Nesterval | Foto: Alexandra Thompson

Inspiriert von Faust und Tanzfilmen aus den 80er Jahren begibt sich die Gruppe gemeinsam mit den Teilnehmer_innen auf eine Reise in die 1960er Jahre in das Hotel Nesterval. Dort begegnen sie skurrilen Hotelgästen, trügerischem Personal und müssen herausfinden, warum zwei junge Hotelangestellte sterben mussten. Über 30 DarstellerInnen ziehen das Publikum in diese Geschichte hinein, in die man umso tiefer eintaucht, je mehr man sich einbringt und die bei jedem Besuch einen anderen Verlauf und Ausgang nehmen kann.

Aufregung im Nesterval’s: Der Hoteldirektor lädt zum Saisonabschluss und ein Überraschungsgast soll die Belegschaft und die Gäste unterhalten. Doch noch bevor das Fest beginnt, werden zwei Angestellte tot aufgefunden. Was nun? Was, wenn niemand sagt, was man zu tun hat oder wohin man gehen soll? Was würde man wissen wollen? Wem würde man folgen? 

In immersiven Sequenzen tauchen die Zuschauer_innen in die Geschichte ein und können jeden Abend das Schicksal der Hotelgäste neu bestimmen. Mit freundlicher Unterstützung von ZANTHO Weine & WienGin Kesselbrüder

„Was wie ein Irrtum klingt, erweist sich als Glücksfall…“
Kurier

„Hinter jedem kunstvoll drapierten Vorhang verbirgt sich eine Geschichte… So tritt hinter dem augenscheinlich so seichten Spiel nach und nach die … literarische und politische Dimension zu Tage““
Ö1

„Dirty Faust imaginiert die Geheimnisse hinter den Hotelfluchten sehr schön… Es lohnt sich, selbst zu forschen“
Der Standard

Eine Koproduktion mit brut Wien.
30 Vorstellungen von Oktober-Dezember 2017 und im Jänner 2018 am Gellertplatz in Wien.

Mit freundlicher Unterstützung von ZANTHO Weine & WienGin Kesselbrüder 

2017: Where the f*** is Alice?


Hutmacher, Haselmaus und Märzhase | Foto: Alexandra Thompson

Alice rieb sich die Augen und sah noch einmal hin. Sie hatte nicht die leiseste Ahnung was hier geschehen war. War sie in einem Laden? Und war das wirklich – wirklich ein Schaf, das dort hinter der Theke saß?“ Zitat aus: Alice hinter den Spiegeln von Lewis Carroll

Hutmacher, Grinsekatze, Herzkönigin mit ihren zahlreichen Spielkarten und viele weitere mehr bevölkern den Kunstplatz Karlsplatz und die Institutionen rundherum. Aber was ist passiert? Ein Schrei der Herzkönigin schallt über die Stadt:
Alice! Alice! Where the f**** is Alice?!

Das Abenteuer beginnt und die Teilnehmer_innen tauchen in Alice’s Wunderland auf der Suche nach dem neugierigen kleinen Mädchen ein. Eines ist klar: Alice findet man, aber ist das die Zukunft? Oder die Vergangenheit? Nicht verwirrend genug? Plötzlich wird man am Karlsplatz von den Spielkarten der Herzkönigin gejagt und bekommt in der nächsten Minute zur Erholung vielleicht einen Tee mit Hutmacher, Märzhase und Haselmaus – oder lieber doch nicht? Das Weiße Kaninchen wird einem schon klar machen, dass es weiter geht, sonst kommt man noch ZU SPÄT!

Am 6. Mai. 2017 im Rahmen des Karlstags am und in den Institutionen des Wiener Karlsplatz.

2016: Zirkus der Schatten


Die fabelhaften Zwillinge | Foto: Alexandra Thompson

Niederösterreich im letzten Jahrhundert: Die alte Zirkusmatriarchin „La Mamma“ (Lucy McEvil) liegt im Sterben. Auch wenn der Zirkus schon weitaus besserer Tage gesehen hat und nur noch wenige MitarbeiterInnen La Mamma die Treue halten, ist das Erbe von großem Interesse und mit einer langen Tradition verbunden. 

Ein guter Grund für die gesamte Familie zusammenzukommen, doch wer ist würdig das Erbe von La Mamas Marionettenzirkus anzutreten? Ein Nesterval Abenter mit gemütlichem Ausklang im Zirkus!

5 Vorstellungen im Juni 2017 in Wiener Neustadt, Bruckneudorf und Traismauer in Kooperation mit dem Circus Pikard

2016: Die dunkle Weihnacht im Hause Grimm


Herr Rainer in Weihnachtsstimmung | Foto: Alexandra Thompson

Weihnachtszeit 1954. Martha Nesterval beschließt mit ihren Patienten des Kurhotel Erbse einen Ausflug in die große Stadt zu machen und besucht die Direktoren der Erbse, die Gebrüder Grimm, im ehemaligen Stadthospiz und Emanatorium Engel. 

Es werden Tannenbäume geschmückt, Geschenke verpackt und ein Krippenspiel steht an. Doch innerhalb eines Abends passieren merkwürdige Dinge… 

Mit freundlicher Unterstützung von JP Immobilien.

5 Vorstellungen von 9. -12. Dezember 2016 in Wien.

2015: Die Heimkehr der Eleonore Nesterval


Prozession durch Vordernberg | Foto: Alexandra Thompson

Ein dunkles Geheimnis überschattet Vordernberg. In einem Abenteuerspiel gilt es, ans Tageslicht zu bringen, was es mit der verlorenen Tochter des Ortes auf sich hat.

Vordernberg ist ein kleines Dorf mit großer Geschichte, aber auch vielen kleinen Geschichten. Eines Tages macht ein Gerücht die Runde: Eleonore kommt zurück. Es ist lange her, dass Eleonore Nesterval das letzte Mal im Ort war. Auch wenn die Bewohner_innen es verdrängt haben, so sind damals Dinge passiert, die nun mit der Rückkehr von Eleonore die Gegenwart einholen. 

Das Dorf und die Teilnehmenden des interaktiven Performance-Abenteuers sehen sich mit einem dunklen Geheimnis aus der Vergangenheit konfrontiert. Es gibt eine offene Rechnung und Eleonore Nesterval will Rache.
In einer Welt zwischen Fiktion und Realität, mit merkwürdigen Charakteren und ungewöhnlich gewöhnlichen Schauplätzen erleben die Besucher die brüchige Idylle des einst so wohlhabenden Ortes. Sie werden zu Abenteurer­_innen und gehen in einer rund dreistündigen Verfolgungsjagd dem Rätsel um die verlorene Tochter des Dorfes auf den Grund.

Eine Produktion im Rahmen von Steirischer Herbst.
4 Vorstellungen, am 03. & 04. sowie 16. & 17. Oktober 2015 im gesamten steirischen Dorf Vordernberg.

2015 & 2019: Das Haus der Hildegard  


Zarah L. Nesterval | Foto: Alexandra Thompson

Es beginnt in einem unscheinbaren Innenhof. Schwester Maria Ignazia erzählt von einem tragischen Vorfall in der Vergangenheit. Dann heißt es für die TeilnehmerInnen in den Gängen und Räumen eines düsteren Ortes den Spuren einer Frau zu folgen und sich auf die Suche nach der Wahrheit zu machen. 
Aber die Wahrheit ist immer gefährlich und mächtig! Schon überhaupt, wenn es sich um eine Nesterval handelt! 
Im Haus der Hildegard müsst ihr euch nicht nur dem Wahnsinn ihrer Geschichte, sondern dem Bösen selbst – und Eurer Angst stellen!

Wiederaufnahme 2019 in Kooperation mit JP Immobilienund WINEGG Realitäten.

5 Vostelllungen im April und September 2015 und weitere 15 Vorstellungen im Rahmen einer Wiederaufnahme im April & Mai 2019 in Wiener Leerständen.

2012/16/17: Zirkusblut 


Was für ein Clown? | Foto: Alexandra Thompson

Wien war schon immer eine Stadt der Kunst – ein Ort der Inszenierung, Ausschweifung und Dekadenz. Vor allem die Zirkusse versprühten mir ihren exotischen Programmen jene Leichtigkeit, die den Menschen in dieser Zeit so vieles an Lebenslust gab und zugleich so vieles vergessen machte.

Entführt in eine Welt voller Farben, Witz, Artistik und Erotik, wurde der Zirkus der Ort des Entfliehend, des Träumens und des Begehrens. Sieben Familien waren es zu dieser Zeit, die in Wien um das Publikum buhlten und versuchten, sich mit immer noch aufwändigeren und teureren Attraktionen zu überbieten, um damit die Treue der Wiener_innen zu erkaufen.

Platzhirsch war seit jeher die Zirkusfamilie Nesterval, die – aus Russland stammend – bereits zu Beginn des Jahrhunderts ihre Zelte in der alten Heimat ob der Qualen und zu neuen Ufern – in diesem Fall zu jenen der Donau – aufbrach. 

Mit dem Tod Pepinos aber verschwand der Zirkus und darüber hinaus alle Clowns über Nacht. Was ist geschehen? Die Antwort, wird das Schicksal der Wiener Zirkusfamilien für immer ändern. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, alles zu offenbaren.

In Kooperation mit der Kunsthalle Wien im Zuge der Ausstellung „Parallelwelt Zirkus“.
6 Vorstellungen im Frühjahr & Sommer 2012, Eine Vorstellung im Winter 2016 & 7 Vorstellungen im Frühjahr 2017 in und um den Wiener Prater.