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Die letzten Tage der Nestervals

PREMIERE 13. Oktober 2022
SPIELORT Schloss Eckartsau, 2305 Eckartsau
KOOPERATION Schloss Eckartsau, Österreichische Bundesforste

STÜCKBESCHREIBUNG Das letzte Kapitel der Donaumonarchie wurde 1918 in einem Jagdschloss unweit von Wien geschrieben: Im Schloss Eckartsau, auf halbem Wege zwischen Wien und Bratislava gelegen und heute von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) betreut, unterzeichnete Kaiser Karl I. die Verzichtserklärung auf die ungarische Reichshälfte. Er besiegelte damit das Ende der mehr als 600 Jahre währenden Donaumonarchie und verbrachte die verbleibende Zeit in Österreich – auch Weihnachten 1918 – mit seiner Familie im Schloss Eckartsau. „Die letzten Tage der Nestervals“, eine Neuproduktion des Ensembles „Nesterval“, machte dieses Stück österreichische Zeitgeschichte im Oktober und November 2022 auf besondere Art und Weise im Schloss Eckartsau erlebbar:
Schloss Eckartsau, Weihnachten 1918. Nach den Wirren des Krieges hat die Familie Nesterval fast alles verloren. Georg Nesterval, der Sohn und geplante Leitungsnachfolger der Nesterval Porzellan Werke, ist im Krieg gestorben. Die Porzellanmanufaktur steht kurz vor dem Bankrott. Um seine Frau aus ihrer (psychotischen) Trauer zu holen, gesteht Graf Karl ihr, dass er gerüchteweise der illegitime Sohn von Kaiser Franz Joseph sei. Sein Plan geht auf, wenn auch mit weitreichenderen Folgen als gedacht. Cosima sieht in der Nachricht ein Zeichen Gottes. Sie sind das neue Kaiserpaar! Die Habsburger sind tot – lang leben die Nestervals – und so kann nicht nur das Familienimperium gerettet werden, sondern auch eine neue, noch größere und mächtigere Dynastie entstehen. Unter der Leitung von Cosima soll ein neues Herrscher*innenhaus auf die Weltbühne treten und sie besteht darauf, von nun an als „Ihre Majestät“ angesprochen zu werden. Unter dem Vorwand einer Porzellanlieferung reist sie kurzerhand mit ihrem „Hofstaat“ nach Schloss Eckartsau, um von dort aus das weitere Vorgehen zu planen. Doch die Geschicke lassen sich nicht so leicht wenden: Karl erholt sich nicht von der Spanischen Grippe, die Habsburger (Karl und Zita) kündigen an, nach Schloss Eckartsau kommen zu wollen und im Hause Nesterval herrscht ganz und gar nicht Einigkeit. Ein dunkles Weihnachten steht bevor. Im Schatten einer glanzvollen Vergangenheit, unter düsteren Vorahnungen aber auch mit aufblitzenden Hoffnungsschimmern.

DARSTELLER*INNEN Sabine Anders, Rita Brandneulinger, Gisa Fellerer, Martin Finnland, Julia Fuchs, Mimi Hie, Lorenz Hötzeneder, Romy Hrubeš, Ela Lankes, Teresa Löfberg, Aston Matters, Willy Mutzenpachner, Anno Perkmann, Sophie Riedl, Sexy Thompson, Alkis Vlassakakis, Martin Walanka, Christopher Wurmdobler

PRESSESTIMMEN

Geboten wird einem aber so und so einiges: Wilde Tänze bei Kerzenschein, launige Scharade-Spiele, ein Dinner mit dem Kaiser, angeblich sogar eine Sex-Szene, die Kritikerin, die als Baronin durch die Szenerie flanierte, verpasste indes diesen Höhepunkt. Versäumen und Entdecken gehört eben zur DNA des immersiven Spiels. Jedenfalls kann man sich bei „Die letzten Tage der Nestervals“ königlich amüsieren.
Wiener Zeitung

„Die letzten Tage der Nestervals“ macht dieses Stück österreichische Zeitgeschichte nun erlebbar. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion. Einen Abend lang können die Besucher voll und ganz in die Vergangenheit, den Zufluchtsort Eckartsau und die Historie der letzten Tage der Kaiserfamilie in Österreich eintauchen.
Niederösterreichische Nachrichten

Weihnachten mit Nesterval: Es lebe die Kaiserin! Amüsante Fiktion auf Schloss Eckartsau. […] Ein sympathischer Abend mit Systemkritik und viel Witz.
Kurier

LEADING TEAM
Konzept
Nesterval
Idee, Regie und künstlerische Leitung Martin Finnland
Buch & Dramaturgie Teresa Löfberg
Co-Konzept Martin Walanka
Produktion Martin Finnland
Ausstattung Andrea Konrad
Choreographie Jeròme Knols, Johann Ebert
Kostüm Andy Reiter
Komposition Kaiserinnenhymne Julian Muldoon
Charakterarbeit
Lorenz Tröbinger

LINK Trailer

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